Schimmelspürhund

Schimmel-Spürhund

Hunde können bis zu einer Million Gerüche unterscheiden und die Nasenschleimhaut eines großen Hundes enthält über 200 Millionen
Riechzellen. Der Geruchssinn von Hunden ist insgesamt etwa um den Faktor 40 empfindlicher als der des Menschen. Der feine Geruchssinn ermöglicht es Schimmelspürhunden nicht nur einen allgemeinen Schimmelbefall zu erschnüffeln, sondern auch versteckte Schimmelherde zu lokalisieren.

Diese Leistung ist besonders bemerkenswert, da die Hunde dabei oft durch Mauerputz oder Fußböden „hindurch riechen“ müssen. Außerdem nehmen viele Gegenstände sehr schnell Schimmelgeruch an, obwohl sie keinen Schimmelbefall aufweisen. Hunde wenden beim Schnüffeln eine besondere Technik an, bei der sie bis zu 300 Mal pro Minute kleine Luftmengen in die Nase ziehen.

Die Lokalisierung von Schimmelherden wird durch den speziellen räumlichen Geruchssinn von Hunden unterstützt. Dieser beruht auf der
getrennten Auswertung von Gerüchen aus beiden Nasenlöchern.
Schimmelspürhunde zeigen Schimmel durch erlernte Signale wie zum Beispiel verbellen oder kratzen (die Hunde tragen spezielle
Pfotenschuhe und daher kommt es zu keinen Beschädigungen) Schimmelspürhunde kommen meist zum Einsatz, wenn eine Raumluftuntersuchung den Verdacht auf einen Befall mit Schimmel erhärtet hat und die Quelle des Schimmels nicht einfach zu
lokalisieren ist.

Schwer zugängliche Stellen, versteckte Schimmelherde & kleinste Sporen

Insbesondere bei Feuchtigkeitsschäden durch undichte Dächer oder Rohrleitungen kann Schimmel oft an schwer zugänglichen Stellen in Isolierungen, Wänden oder Zwischenböden entstehen. Bei Außenmauern ist die Schimmelquelle häufig unter dem Putz verborgen.

Vielfach weisen auch Öko-Dämmmaterialien wie Stroh oder Kork einen relativ hohen Gehalt an Schimmel bzw. Schimmelsporen auf. Diese versteckten
Schimmelherde können mit herkömmlichen Methoden kaum lokalisiert werden. Ohne den Einsatz von Schimmelspürhunden müsste zum Beispiel der gesamte Putz einer Wand entfernt werden, um nach dem Schimmelherd zu suchen. 


Der Einsatz eines Spürhundes spart also Kosten und Zeit. 


Schimmelspürhunde werden von erfahrenen Hundeführern meist gezielt durch die zu untersuchenden Räumlichkeiten „geleitet“.
Die Anforderung eines Spürhundes erfolgt oft durch Baubiologen oder Gutachter. Um zum Beispiel die Beweiskraft vor Gericht zu erhöhen, werden teilweise auch mehrere Schimmelspürhunde durch die entsprechenden Räumlichkeiten geschickt.

Vorbereitung für eine Schimmelpilz-Spürhund Begehung

Sie haben eine Begehung Ihrer Wohnung durch unser Team vereinbart? Dann sollten Sie einige wenige Vorbereitungen treffen, um ein optimales Suchergebnis zu gewährleisten.

Der Schrank steht zu nah an der Wand.
Dadurch ist es der Spürhündin Nini nicht möglich die genaue Stelle des Schimmelpilzbefalls an der rückseitigen Wand anzuzeigen.

Lüften Sie Ihre Wohnräume eine halbe Stunde vor der Inspektion mit dem Hund gut durch. Hiernach bitte auch nicht mehr in den Räumen rauchen. Dadurch wird es dem Spürhund erleichtert, die Quelle des Schimmelpilzgeruchs optimal zu orten und anzuzeigen. Das Lüften der Räume entfällt, wenn eine gleichzeitige Raumluftmessung geplant ist.

Falls Sie Haustiere haben, sollten diese vorher außer Sichtweite des Schimmelspürhundes gebracht werden.

Außerdem sollten eventuelle Gefahrenquellen für Verletzungen des Schimmelspürhunds vor der Begehung beseitigt werden. Dazu zählen z. B. herumliegende spitze Gegenstände wie Legosteine oder offene Chemikalien.

Einrichtungsgegenstände, die bewegt werden können (wie zum Beispiel kleine Schränke, Betten und Sofas), sollten soweit möglich von den Wänden – vor allem von den Außenwänden – mindestens circa einen Meter in die Raummitte gestellt werden.

Je freier begehbar die Flächen sind, desto genauer wird der Schimmelspürhund anzeigen können, wo sich der Schimmelbefall befindet.

Entfernen Sie auch frei zugängliches Tierfutter, Abfälle oder Essensreste aus den zu untersuchenden Räumlichkeiten, damit der Spürhund möglichst wenig geruchliche Ablenkung erfährt.

Merkzettel zur Vorbereitung

  • Die Räume sollten vor der Begehung gesaugt bzw. feucht gewischt werden.
  • Die zu begehenden Räume werden etwa 1/2 Stunde vor der Inspektion mit dem Schimmelpilz-Spürhund gut durchlüftet (natürlich nicht wenn zeitnah eine Raumluftmessung durchgeführt werden soll). Durch diese Maßnahme wird es dem Spürhund erleichtert, die Quelle des Schimmelpilzgeruchs optimal zu orten und anzuzeigen.
  • Bitte nach dem Lüften nicht mehr in den Räumen rauchen.
  • Vorhandene Haustiere sollten außer Sicht- und Hörweite verbracht werden.
  • Eventuelle Quellen für Verletzungen des Schimmelpilz-Spürhundes sollten vorher beseitigt werden.
  • Bewegbare Gegenstände (wie zum Beispiel kleine Schränke, leichte Betten und Sofas) werden, soweit dies möglich ist, von den Wänden, vor allem von den Außenwänden mindestens ca. 1 Meter in die Raummitte gestellt.

Je begehbarer die Flächen sind desto genauer wird die Anzeige des Spürhundes.

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